Einweihung Hauptsitz Winterthur

Sigren Team

Bei der Sigren Engineering AG sticht nicht eine einzige Person heraus, die Firma präsentiert sich immer als einheitliches Team.

Von Glattbrugg umgezogen an die Theaterstrasse 17 in Winterthur ist die Sigren Engineering AG bereits im Dezember. Ein Entscheid, den Geschäftsführer Hans Rudolf Sturzenegger bis anhin nicht bereut hat: «Die gute Lage mit der Nähe zum Bahnhof und der ausgebauten Infrastruktur ist perfekt. Dazu ist Winterthur dank der ZHAW das ideale Einzugsgebiet für uns. » So habe die Firma seit dem Standortwechsel einige Fachkräfte neu rekrutieren können. Mittlerweile sind 60 Mitarbeiter für die Sigren Engineering AG tätig.

Gründung am Tag des Mauerfalls

Begonnen hat ihre Geschichte an einem historischen Datum. Am Tag des Mauerfalls in Berlin, dem 9. November 1989, wurde die Sigren Engineering AG gegründet. Vor allem in den letzten zehn Jahren wuchs das Unternehmen stark, in dieser Zeit verdreifachte sich die Anzahl an Mitarbeitern von 20 auf heute 60 Fachkräfte. Vor rund 18 Monaten baute die Sigren Engineering AG zudem eine Niederlassung in der Innerschweiz in Neuägeri, vor etwa einem halben Jahr kam der Standort im solothurnischen Egerkingen hinzu. «Das garantiert uns die nötige Kundennähe. So sind wir auch für Auftraggeber aus Bern, Basel und der Zentralschweiz gut erreichbar», sagt Hans Rudolf Sturzenegger dazu. Diese Strategie scheint aufzugehen. So arbeitet die Sigren Engineering AG zurzeit an einem Gewaltsprojekt. Die Winterthurer Firma entwickelt für die CSL Behring AG die Gebäude-Automation und die benötigte Technik für die neue Produktionsstätte des Biotherapeutika-Unternehmens in Lengnau. Rund drei Jahre wird die Sigren Engineering AG für die Umsetzung brauchen. Auch SRF zählt zu den Auftraggebern. Die Sigren Engineering AG ist für die Gebäude-Automation des neuen Campus von Schweizer Radio und Fernsehen am Standort Leutschenbach zuständig. Das neue Kommunikations-, Produktions- und Technikgebäude soll nächstes Jahr fertiggestellt sein.

Prestigeprojekt Elefantenpark

Solche Grossprojekte sind der Hauptgrund, weshalb das Winterthurer Unternehmen immer weiterwächst. Denn der Auftrag in Lengnau ist bei weitem nicht der erste in diesem Umfang. Ein spezielles Prestigeprojekt war etwa der Neubau des Elefantenparks im Zoo Zürich. «Unsere Aufgabe war es, die umfangreichen Infrastruktur-anlagen zu automatisieren und diese so anwendbar zu machen, damit die Tierwärter die Anlagen bedienen können», führt Hans Rudolf Sturzenegger aus. Dies betrifft etwa die grossen Tore, die die Elefanten in jenem Teil des Geheges halten, der für sie gerade vorgesehen ist. Gesteuerte Futter-Maschinen wurden auf der ganzen Anlage verteilt, damit die Elefanten auf Wanderschaft gehen müssen, um genügend Essbares zu finden. Die Infrastruktur des Badebeckens wurde so umgesetzt, dass das Wasser stets klar und rein ist. So können die Zoo-Besucher den Elefanten immer beim Plantschen zusehen. Die Sigren Engineering AG kann also immer wieder im Wettbewerb gegen grosse Unternehmen bestehen. Der Geschäftsführer nennt ein wichtiger Grund, weshalb seiner Firma dies öfters gelingt: «Wir sind ein neutraler und kompetenter Partner für offene integrale Systeme. Wir suchen zusammen mit unseren Kunden eine standardisierte Lösung, die es ihnen erlaubt, unabhängig zu bleiben. » Der Auftraggeber sei damit von keinem Hersteller von Technik abhängig – ein Hauptkriterium, das die Sigren Engineering AG von der Konkurrenz abhebe.

Sigren ElefantenPark

Der Elefantenpark im Zoo Zürich ist eines der vielen Prestigeprojekte der Sigren Engineering AG.

Beitrag zur Nachhaltigkeit

Der Geschäftsführer ist davon überzeugt, dass seine Firma die innovativste der Branche ist. Dies zeige sich in der gelebten Unternehmenskultur. «Wir präsentieren uns nach aussen nicht mit einer einzigen starken Person, sondern immer als ganzes Team. Bei uns sind alle Mitarbeiter gleichwertig.» Ihre Innovationsfähigkeit demonstriert die Sigren Engineering AG auch mit neuen Systemlösungen. Sie ist das erste Unternehmen, die eine rein datenbasierte Beschattungsautomatik für grosse Gebäude entwickelt hat. Installierte Storen werden mit Daten gefüttert, damit diese automatisch die Fenster abdunkeln, wenn die Sonne zu stark auf das Gebäude scheint – Sensoren werden keine benötigt. So kann verhindert werden, dass sich das Gebäude zu stark aufwärmt. «Diese Innovation ist ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.» Dem Geschäftsführer gehen die Ideen für Neuheiten nicht aus. Er verrät: «Wir haben vor, nächstes Jahr bei der Veloaktion ‹Bike to Work› mitzumachen. Möglichst viele Mitarbeiter sollen also 2018 mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen – natürlich ohne Zwang. » Die Sigren Engineering AG hat sich also bestens in der Velostadt Winterthur eingelebt.

Verfasst durch: Michael Hotz; Stadi - Winterthurer Stadtanzeiger