Flughafen Zürich

2014 07 08 Raumautomation
gebaeude-automation

Projekthintergrund

Der Flughafen Zürich gehört mit seinem Bedarf an Wärme-energie und elektrischem Strom zu den Grossverbrauchern. Mit dem Ziel diesen Verbrauch zu senken, werden laufend Massnahmen zur Betriebsoptimierung der Anlagen vorgenommen.

Die neue Kältezentrale auf dem Dach der Gepäcksortieranlage über- nimmt seit Ende 2013 die Aufgabe von 22 Kälte-maschinen, welche vormals auf neun Standorten verteilt waren.

Herausforderung

Gefordert war die gesamte Steuerung und Regelung der geplanten Kälte- und WRG-Installationen sowie der Fernleitungen zu fünf weiteren Gebäuden.

Als hoch verfügbare Anlage konzipiert wurden die Kernsysteme redundant ausgelegt. Verteilt auf zwei Maschinenräume, erzeugen je zwei Kältemaschinen eine Kühlleistung von 4.4MW. Kältemaschinen und Peripherie (Rückkühler und Pumpen) werden zu je 50% von zwei separaten Elektroversorgungen gespeist. Im Störfall muss ein System pro Maschinenraum notstromversorgt und nicht-kritische Verbraucher automatisch abgeschaltet werden.

Weitere Anforderungen umfassten:

  • Parallelschaltung von Kältemaschinen und Freecooling (Winterbetrieb)
  • Nutzung der Enthitzwärme (Fernwärme)
    Regelung der Systemtemperatur in Abhängigkeit der Aussentemperatur
  • Lüftung mittels Fortluftanlage

Die Maschinenräume werden mit NH3-Sonden überwacht. Bei einer Ammoniakhavarie müssen entsprechende Alarme ausgelöst sowie Störfall-Abluftanlage und NH3-Luftwäscher automatisch angesteuert werden.

 

Umsetzung

Sigren Engineering realisierte die gesamte Gebäude-automation für die neue Kältezentrale. Verteilt auf 18 Unter-stationen wurde eine netzwerkunabhängige, redundante Automationsebene mit bewährten Steuerungstechnologien erstellt. Die offene Systemlösung von Sigren Engineering ermöglicht einen sicheren, effizienten und unterhalts-freundlichen Betrieb der Anlagen.

  • Auftraggeber

    Auftraggeber
  • Ausführung

    Januar 2013 bis Dezember 2013

  • Leistungsbereich

    Gebäude-Automation

  • Technologie

    Siemens S7 mit SW-Redundanz
    WIN CC OA
    OPC Server

  • Infrastruktur

    18 Unterstation
    > 2000 HW-Datenpunkten

  • Spezielles

    Redundantes Automations-System für hochverfügbaren Betrieb zweier Maschinen- räume
    Einhaltung der Konformitäts- richtlinien

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